Dienstag, 21. April 2015

die erste Arbeit der Klempner und ein Angebot

Hallöchen liebe Leser!

Heute früh war ich im Haus, um die Arbeit unserer Klempner zu inspizieren.

Man hat gesehen, dass es noch sehr viel zu tun gibt, und auch schon eine Menge getan wurde. In der Stube wurde angefangen, Fußbodendämmung zu verlegen. Das wird noch im ganzen Haus so gemacht.


In der Küche wurde unser Kalt- und Warmwasseranschluss, der Abwasseranschluss so wie unser Sonderwunsch, die Vorbereitung für einen Gasanschluss, hergestellt.



Im Bad und Gäste-WC wurde die Vorbereitung für den Spülkasten und der Abwasseranschluss angebracht. Die anderen Abwasseranschlüsse wurden auch vorbereitet. Ich bin auf morgen früh gespannt, wie es weiter geht.

Gestern hatten wir dann auch ein Telefonat mit unserem Bauleiter zum Thema Anschlüsse. Dazu muss ich aber etwas weiter ausholen:

Unsere Situation ist, dass die Hausanschlüsse noch nicht im Haus angeschlossen sind, und dass die Außenfassade noch nicht angebracht ist. Von der zuständigen Tiefbaufirma wurde gesagt, dass sie die Anschlüsse erst dann legen, wenn das Gerüst nicht mehr steht. Sonst käme man mit einem Minibagger nicht so richtig an die Baustelle heran. Außerdem würde zu diesem Zeitpunkt die Bauanschlüsse dicht gemacht und durch die regulären Anschlüsse ersetzt. In den nächsten Wochen, nachdem unsere Klempner ihre Arbeit beendet haben, kommt dann der Estrich ins Haus. Dieser ist für eine Woche nicht begehbar und darf auch in den ersten Wochen absolut keine Zugluft abbekommen. So Weit so gut.

Nach eigener Recherche "verbraucht" der Estrich beim Abbinden (fest werden) Wasser, welches in dessen Struktur übergeht und benötigt wird. In dieser Phase sollte man auf keinen Fall das Wasser entziehen, weil da sonst etwas fehlt und der Estrich nachher Risse bekommt. Sobald das Abbinden erledigt ist, und der Estrich begehbar ist, muss er beheizt und getrocknet werden.

Dabei unterscheidet man das "Funktionsheizen" also den Beweis, dass die Fußbodenheizung funktioniert, in dem man in einer festgelegten Zeit (mehrere Tage) das Wasser in der Fußbodenheizung die Temperatur schrittweise bis zur maximalen Vorlauftemperatur steigert, dann ein paar Tage damit laufen lässt und zuletzt schrittweise über mehrere Tage wieder die Vorlauftemperatur senkt. Wenn das alles klappt, hat die FBH bewiesen, dass sie funktioniert.

Dann gibt es noch das "Belegreifheizen"  also das Trockenheizen. Dabei wird so lange mit einer festgelegten Temperatur geheizt, bis der Estrich trocken genug ist, damit Fliesen oder anderer Bodenbelag darauf verlegt werden kann. Hier ist das zwischenzeitliche Lüften sehr wichtig, damit der Estrich auch die Luft nach außen abgeben kann.

Nun zurück zu dem Anruf: Da wir ein "Stück Einfamilienhaus zum Festpreis" gekauft haben, gibt es keine verbindlichen Termine für irgendwelche Arbeiten. Auch nicht für die Fassade. Demzufolge bleibt das Gerüst auch so lange stehen, bis die Fassade kommt. Und erst dann können wir die Anschlüsse legen. Unser Bauleiter machte uns dann gestern das Angebot, das Gerüst an einer Ecke des Hauses für ein paar Tage zurückzubauen, damit die Anschlüsse gelegt werden können. Kostenpunkt 1.000 €. Falls wir das nicht tun, könnte es passieren, dass die Anschlüsse nicht rechtzeitig gelegt sind und das Aufheizen des Estriches erst später begonnen werden kann. Das führt dann zu Verzögerungen beim restlichen Bauablauf. Und zwar um die Zeit, um die sich die Anschlüsse verschieben. Eine Garantie, dass mit der rechtzeitigen Verlegung der Anschlüsse auch die Trocknung rechtzeitig von Statten gegangen ist, gibt es allerdings auch damit nicht.

Nach einiger Überlegung entschlossen wir uns heute, dass wir dieses Angebot nicht annehmen werden. Unsere Gründe sind zum einen, dass wir mit Hilfe einer Bautrocknung unsere Termine mit einer viel größeren Sicherheit einhalten können, und diese nach ersten Recherchen auch weniger Geld kostet.Zum anderen fragten wir auch andere Bauherren, wie viel Zeit bei Ihnen von der Estrichlegung bis zu den Anschlüssen verging. Es waren 8 Wochen. Und so weit ich weiß, gab es bei denen auch keinen Zeitverzug.

Da es jetzt aber beim Abendessen schon einen kleinen Zeitverzug gibt, beende ich an dieser Stelle die Schreiberei und wünsche Euch noch eine schöne Woche. Bei Neuigkeiten werde ich wieder berichten.

Bis dann!




Kommentare:

  1. Hallo, hab eben mal ein bisschen bei euch gestöbert. Wir haben mit MT gebaut, und bei uns war das mit den Hausanschlüssen und dem Gerüst so, dass ein "Überzug" eingebaut wurde. Kostet wohl so um die 300 Euro. Find ich komisch, dass dies euch das nicht angeboten wurde. So sieht es aus: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/cimg074540z8mfcios.jpg

    Das Gerüst ist damit stabil und der Bagger kann ohne Gefahr unter dem Gerüst die Gräben herstellen. Allerdings hab ich auch schon gehört, dass sich die Avalon weigerte (ich glaub das war bei MT Bauherren in Vechelde so) und da mussten die Bauherren für 2000 Euro das Gerüst ab und auf bauen lassen.

    Ich hoffe, da lässt sich noch was machen, das wäre doch alles ärgerlich.

    Schaut doch mal bei uns im Bautagebuch vorbei, da könnt ihr mal schauen, wie es bei uns war. ;-)

    Alles Gute weiterhin!

    Andrea

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  2. Hallöchen

    Ich wurde zu Eurem Baublog eingeladen. Wo finde ich ihn denn?

    Laut dem aktuellen Zeitplan kommt unsere Fassade wohl Ende Mai, so dass das Gerüst dann Anfang Juni weg kann.

    Mitte Juni Anschlüsse da, start Funktionsheizen (mit Bautrocknung, geschätzte zusätzliche Kosten 300 bis 400 Euro),

    4 Wochen später Trockenbau und Fliesenleger, dann fertig.

    Mitte August wollen wir einziehen. Sollte also zu schaffen sein.

    mit besten Grüßen

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